Pyrethrin bezeichnet eine Gruppe von sechs natürlich vorkommenden insektiziden Estern (Pyrethrine I und II, Cinerine I und II, Jasmoline I und II), die aus den getrockneten Blütenköpfen von Chrysanthemum cinerariifolium (Dalmatinische Chrysantheme) extrahiert werden. Die Extraktion erfolgt mit lösemittelbasierten Methoden (Hexan oder überkritisches CO2) zur Gewinnung von Pyrethrum-Oleoresin, das anschließend raffiniert und standardisiert wird. Pyrethrine wirken als Neurotoxine auf Insekten, indem sie die Natriumkanalfunktion stören und schnellen Knockdown sowie Lähmung verursachen.
Sie sind biologisch abbaubar und weisen eine geringe Säugetiertoxizität auf, was sie bevorzugt im ökologischen Landbau macht. Kommerziell wird Pyrethrin im ökologischen Pflanzenschutz, in Haushaltsinsektiziden, tierärztlichen Flohprodukten und zum Getreideschutz eingesetzt.