Sojalecithin wird als Nebenprodukt der Sojaölraffination gewonnen, wobei die Rohschleimfraktion beim Entschleimen abgetrennt und zu flüssiger, granulierter oder Pulverform weiterverarbeitet wird. Es besteht hauptsächlich aus Phosphatidylcholin, Phosphatidylethanolamin und Phosphatidylinositol sowie weiteren Phospholipiden und Glykolipiden. Diese amphiphilen Moleküle bieten hervorragende Emulgiereigenschaften.
Dies verringert die Grenzflächenspannung zwischen Öl- und Wasserphase in Lebensmittelsystemen. Sojalecithin fungiert außerdem als Netzmittel, Viskositätsmodifizierer und Spritzschutzmittel in zahlreichen Anwendungen. Es ist weltweit einer der am häufigsten eingesetzten Lebensmittelemulgatoren, geschätzt für seinen natürlichen Ursprung, seine Funktionalität und Wirtschaftlichkeit.